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Der Hobby-Heimatforscher Manfred Döll weiß
Genaueres: "Tatsächlich haben zu Beginn des Jahrhunderts Sinti ihr
Winterquartier in Osendorf aufgeschlagen." Er selbst ist in den Dreißiger
Jahren in Radewell zeitweise mit Sinti-Kindern in eine Klasse gegangen.
 
Kapelle (links), Elsteraue (rechts)
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Es gab drei Standplätze für die Wagen. Einer
davon war in der Nähe der Gäststätte "Talschlößchen
"in Osendorf, die bis in die 50er existierte. Heute heißt die
Straße, an der sich das Talschlößchen befand,
Karl-Meißner-Straße.
"Aber einen Zigeunerkönig hat es nicht gegeben", sagt Manfred
Döll. In dem weißen Sarg in der Osendorfer Leichenhalle liege der
Sinti-Rechtssprecher Nauni, der weit über die Grenzen Deutschlands bekannt
gewesen sein soll. Außerdem befänden sich in der Leichenhalle auch
zwei Kindersärge mit den Enkeln des Rechtssprechers. Nauni war
Pferdehändler und Anführer des Sintistammes, der häufig in
Osendorf in der Karl-Meißner Straße sein Winterquartier aufschlug.
Der Blick auf die Elsteraue soll Nauni so gefallen haben, dass er auf dem
dortigen Friedhof eine kleine Kapelle erbauen ließ. » weiter |