| Aktuelles |
Der ICE in unserer Region
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Der ICE wird gebaut
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Seit Sommer 2003 tut sich was in der Ebene
des Reidebaches. Maschinen, Krane und seit Herbst eine 30 Meter hohe Ramme
bereiten das Fundament für eine lange Brückenkonstruktion, die die
Saale und Elsteraue überspannen wird. Auf ihr wird der ICE fahren, der
Erfurt mit Leipzig und Halle verbinden soll. Geplant sind Fahrtzeiten von 31
Minuten zwischen Erfurt und Halle und 39 Minuten nach Leipzig. Der Untergrund
besteht aus Sand und Braunkohle, so dass ca. 3000 Betonpfähle mit
Grundplatten ca. 10 bis 15 Meter in den Boden befestigt werden. Diese Saale -
Elster - Talbrücke ist ein Teil der voraussichtlich im Jahr 2015 in
Betrieb gehende ICE - Strecke. Die Länge der Brücke beträgt ca.
6,5 km. Die Schienenoberkante liegt maximal ca, 21 m über dem
Gelände. Laut Planung sind 219 Gründungen in einem
wasserwirtschaftlich und ökologisch sensiblen Gebiet
auszuführen. |
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ICE durchquert ein
Naturschutzgebiet
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Die Umgebung von Osendorf
verfügt über eine große Vielzahl schutzwürdiger und
schutzbedürftiger Gebiete, genannt seien nur das Burgholz, die Elsteraue,
das Schilfgebiet zwischen Osendorf und Döllnitz sowie entlang der Reide,
das Döllnitzer Holz, der Dieskauer Park, der Osendorfer See und die
Bergbauhalde, die sich nord- östlich von Osendorf bis in Höhe
Ammendorf erstreckt. Hier existiert bedingt durch die sehr abwechslungsreiche
Landschaft eine artenreiche Tier - und Pflanzenwelt, die es anderswo kaum mehr
gibt. Diese Naturschutzgebiete müssen für uns und für
zukünftige Generationen erhalten werden.
Ausgerechnet durch einen Großteil dieser Gebiete wird seit einiger Zeit
die ICE - Trasse Erfurt Halle / Gröbers errichtet, und die
Baumaßnahmen werden sich voraussichtlich bis zum Jahr 2015 erstrecken.
Die ICE - Trasse quert die Elsteraue von der Bundesstraße 91 aus parallel
zum Burgholz, mitten durch das Schilfgebiet zwischen Osendorf und Döllnitz
und verläuft dann parallel zum Reidebach und östlich vom Dieskauer
Park entlang.
Das bedeutendste Brutvogelgebiet von Halle und Umgebung ist seit Jahrzehnten
das Schilfgebiet zwischen Osendorf und Döllnitz. Dies ist bereits im
"Brutvogelatlas von Halle und Umgebung "aus dem Jahr 1989
erwähnt. In diesem sumpfigen, für den Menschen schwer
zugänglichen Schilfgebiet mit seinen zahlreichen Kanälen und kleinen
Seen werden 77 Brutvogelarten, davon 12 "Rote - Liste - Arten"
registriert. Die in dieser Liste enthaltende Vögel sind stark vom
Aussterben bedroht und sehr selten.
Die große. Rohrdommel, der Eisvogel und die Wiesenralle ( auch
WachteIkönig genannt ), die vom Aussterben bedroht sind, wurden von
Mitgliedern unserer Familie in den letzten 5 Jahren noch relativ
regelmäßig im Schilfgebiet bzw. in der Elsteraue am Markgraben
gesichtet. Als stark bedrohte Arten brüten im Schilfgebiet u. a.
regelmäßig der Zwergtaucher, die Wasserralle, der
Schilfrohrsänger und der Drosselrohrsänger. Als seltene Arten
brüten im Schilfgebiet z.B. die Tafelente, die Sperbergrasmücke und
in den angrenzenden Auwaldrestgehölzen der Rote Milan. Es ist zu
befürchten und eigentlich auch Iogisch, dass durch die Errichtung der ICE
- Trasse, speziell durch die Bauphase bis zum Jahr 2015, in der u. a. auch ein
sehr hoher Lärmpegel erzeugt wird, viele dieser aufgeführten und
natürlich auch anderer Brutvogelarten für immer oder für viele
Jahre aus der Umgebung van Osendorf ver- schwinden werden. Auch die im Gebiet
vorkommenden Säugetierarten, wie z.B. Rehe, Feldhasen, Wildschweine und
auch viele andere Tiere werden in andere Gebiete abwandern.
(fachliche Beratung: Manfred Prinzler) |
| Planung laut Bundesverkehrswegeplan 1992
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